HÖRPROBEN
„VON DER SEHNSUCHT“



THE WIND AND THE RAIN




LONELY WOMAN



COMMENT



FLOW MY TEARS



HEARTBEAT



AL ALBA



REIS GLORIOS



IN TABERNA



I CAN´T STAND THE RAIN



LE PLAT PAYS



EL REY DI FRANCIA































HÖRPROBEN „MIDONS“


LOMBARDA



MIDONS



CANTIGA DE LIEBRE



BLANCA NIÑA



A CHANTAR



CRIT QUAN VEY L´ALBA



BLANCA NIÑA II












































 

 

 

 

 

 









NEUE CD:
VON DER SEHNSUCHT
MUSIK- UND TEXTAUSWAHL
Das Thema Sehnsucht zieht sich als grundmenschliche Befindlichkeit durch alle Epochen. Die Wahl der Liedbeispiele bestimmen sowohl musikalische Kriterien als auch die Inhalte der Songtexte.

Bestimmte Sehnsuchtsmomente werden anhand von Liedern verschiedener Stilrichtungen dokumentiert, dazu passend Gelesenes rundet das Programm. Der Bogen umspannt einen Zeitraum vom Mittelalter bis in das 20. Jahrhundert. es findet sich mittelalterlicher Trobadorgesang Shakespeare-Theatre-Song und Blues neben Flamenco und Liedern der Sephardim, Guillaume de Machaut, Jaques Brel und der Jazzmusiker Horace Silver sind musikalisch vertreten, Rockikonen wie King Crimson werden klanglich zitiert.

Dieser Spagat zwischen den einzelnen Stilen wird durch die Vielseitigkeit der Mitglieder der Medieval Noise Band möglich, die sowohl eine klassische Ausbildung als auch Jazzstudium absolviert haben. Geeint wird das Ganze durch die unorthodoxen Arrangements der Band.

Besetzung:
Isabella Ernst
Gesang, Laute, Samples
Antonis Vounelakos
Gitarre, Guitar Synthesizer
Walter Fend
Trompete, Flügelhorn
Karl Sayer
Kontrabass
Levent Tarhan
Percussion
Peter Rosmanith
Percussion (Reis Glorios)



MIDONS

KRITIK ZUR CD „MIDONS“
(CONCERTO 5/1999)
Wer sagt, dass Soul, Improvisation, Perkussivität und Leidenschaftlichkeit eine Domäne der U-Musik des 20. Jahrhunderts sind? Dass mittelalterliche Lieder immer so gesungen wurden, wie es sich die akademischen Schulen der "Alten Musik" vorstellen? Ich wage es, meine Kreuzritterburg in Antiochia zu verwetten, dass die mediterranen Songs der Trobadors und Trobairitz (das weibliche Gegenstück zu den Trobadors) des 12. Jahrhunderts und die lateinischen Trinkleder der Carmina Burana in ihren Originalversionen unseren Ohren vertrauter klingen würden, als wir uns das vielleicht vorgestellt hätten. Isabella Ernst streicht mit ihrer Medieval Noise Band die modernen Qualitäten dieser Lieder nicht hervor, sondern verwandelt sie zuweilen mittels intelligenter Arrangements in smarte Jazzchansons, wobei Antonis Vounelakos mit seinem kunstvollen, stets Flamenco zitierenden Gitarrenspiel sowie Peter Rosmanith und Levent Tarhan an diversen Perkussionsinstrumenten dem mediterran bis orientalischen Charakter Rechnung tragen.

Isabella Ernst begleitet sie auf der Laute. Sie singst in Latein, Provenzialisch und bei ihren Interpretationen wunderschöner jüdisch-sephardischer Lieder in Spanisch – mit einer kühlen, dunklen Stimme, die so klingt als wäre sie mit grünem Samt ausgeschlagen (wie das mittelalterliche Mystiker vielleicht formuliert hätten).

Die Medieval Noise Band bringt das Kunststück zuwege, ihre seriöse Auseinandersetzung mit den originalen Vorlagen den Spezialisten zu erkennen zu geben und zugleich Menschen ohne jeglichen Bezug zu mittelalterlicher Musik mit eleganten zeitgenössischen Chansons zu bezaubern.

Besetzung
Isabella Ernst
Gesang, Laute, Samples
Antonis Vounelakos
Gitarre, Guitar Synthesizer
Peter Rosmanith
Percussion

Gäste
Regina Schabasser
Akkordeon
Gerhard Burda
Bass
Richard Koch
Trumpet
Levent Tarhan
Percussion